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Geschichte der Schallplatte

Die Vinylschallplatte gibt es seit 1930, nachdem es vorher andere Arten der Schallplatten gab. Bekannt sind hierbei natürlich die Schellack-Platten, es gab aber auch Vorläufer beispielsweise auf Zelluloid und Hartgummi.

Der Anfang:

Seit 1930 hat sich dann die Vinylschallplatte durchgesetzt. Anfangs wurden die Tonaufnahmen noch mono wiedergegeben, ab 1958 war dann auch eine Wiedergabe in stereo möglich. Nach wie vor sind die beiden gängigsten Formate die 7″-Schallplatten (7 Zoll, das entspricht 17,78 cm) und die 12″-Schallplatte (12 Zoll, das sind 30,48 cm). Die Platten können entweder mit 33 rpm oder 45 rpm (rpm = rounds per minute, also Umdrehungen pro Minute) wiedergegeben werden. Die 7″-Single war übrigens bis in die 1980er-Jahre klassischerweise die Singleauskopplung aus einem Album. Dadurch konnten sich die Hörer für weniger Geld zumindest den „Hit“ der Platte käuflich erwerben. Sie waren somit auch gewissermaßen das Indiz für die damaligen Hitparaden.

 

Die Weiterentwicklung

Schon Mitte der 80er Jahre kamen immer mehr Maxi-Singles (also 12″, in der Regel 45 rpm) auf den Markt. Klassischerweise wurde hier auf der A-Seite die Auskopplung aus dem aktuellen Album präsentiert, auf der B-Seite gab es dazu oft etwas Unveröffentlichtes oder auch Liveversionen bereits veröffentlichter Songs. Diese Maxi-Singles bestachen oft durch eine hohe Lautstärke und einen noch brillanteren Sound gegenüber der Albumversion des jeweiligen Songs.

Die höhere Abtastrate von 45 rpm hat einige Vorteile: Die Platten können in der Regel lauter überspielt werden und es gibt zudem auch weniger Probleme mit dem sogenannten Grundrauschen. Allerdings verringert sich dadurch die Spielzeit. Die klassische Langspielplatte, das Album eines Künstlers, läuft daher auf 33 rpm.

Die Weiterentwicklung

Schon Mitte der 80er Jahre kamen immer mehr Maxi-Singles (also 12″, in der Regel 45 rpm) auf den Markt. Klassischerweise wurde hier auf der A-Seite die Auskopplung aus dem aktuellen Album präsentiert, auf der B-Seite gab es dazu oft etwas Unveröffentlichtes oder auch Liveversionen bereits veröffentlichter Songs. Diese Maxi-Singles bestachen oft durch eine hohe Lautstärke und einen noch brillanteren Sound gegenüber der Albumversion des jeweiligen Songs.

Die höhere Abtastrate von 45 rpm hat einige Vorteile: Die Platten können in der Regel lauter überspielt werden und es gibt zudem auch weniger Probleme mit dem sogenannten Grundrauschen. Allerdings verringert sich dadurch die Spielzeit. Die klassische Langspielplatte, das Album eines Künstlers, läuft daher auf 33 rpm.

Aufnehmen/Mixing/Mastering

Ein spezielles Vinylmaster ist meistens nicht nötig. Generell gilt:

Die meisten CD- Master, die gut gemacht sind, sind in der Regel auch vinylkompatibel. Beim sogenannten Umschnitt wird der Cutting-Engineer dann auch die vinylspezifischen Anpassungen vornehmen (dazu später mehr).Wenn ihr Fragen zu eurem Master habt, stellt uns diese gerne.

Zu beachten:

Gerade wenn beispielsweise ungewöhnliche Frequenzen wiedergegeben werden ‒ konkret handelt es sich hierbei oft um allzu laute Höhen. Diese sind für Vinyl in der Regel sehr kritisch. Oder auch wenn eure Platte Überlänge hat. Vinyl hat einfach physikalische Grenzen. Theoretisch ist vieles machbar, aber wenn euer Master extreme Überlänge hat, muss der Umschnitt mit ziemlicher Sicherheit sehr leise erfolgen, und ob das Resultat dann eure Vorstellungen entspricht, ist fraglich.

Aber wie gesagt: Bei Fragen geben wir euch dazu gern jederzeit Auskunft!

Ein spezielles Vinylmaster ist meistens nicht nötig. Generell gilt:

Die meisten CD- Master, die gut gemacht sind, sind in der Regel auch vinylkompatibel. Beim sogenannten Umschnitt wird der Cutting-Engineer dann auch die vinylspezifischen Anpassungen vornehmen (dazu später mehr).Wenn ihr Fragen zu eurem Master habt, stellt uns diese gerne.

Zu beachten:

Gerade wenn beispielsweise ungewöhnliche Frequenzen wiedergegeben werden ‒ konkret handelt es sich hierbei oft um allzu laute Höhen. Diese sind für Vinyl in der Regel sehr kritisch. Oder auch wenn eure Platte Überlänge hat. Vinyl hat einfach physikalische Grenzen. Theoretisch ist vieles machbar, aber wenn euer Master extreme Überlänge hat, muss der Umschnitt mit ziemlicher Sicherheit sehr leise erfolgen, und ob das Resultat dann eure Vorstellungen entspricht, ist fraglich.

Aber wie gesagt: Bei Fragen geben wir euch dazu gern jederzeit Auskunft!

Anlieferung der Daten

Das ist ganz einfach: Ihr schickt uns die Drucksachen nach unseren Spezifikationen, und die Audiodaten entweder als DDP oder als WAV-Files. Falls ihr die WAV-Files schickt bitte entweder als Einzeltracks ‒ die Seitentrennung sollte hierbei klar ersichtlich sein (z.B. A1_Songtitel, A2_Songtitel …) ‒ oder aber ihr schickt die Dateien als ein File pro Seite. In diesem Fall brauchen wir von euch aber ein Timesheet dazu (für die Kennrillen zwischen den Songs).

Eine kurze Anmerkung zu den Kennrillen: Diese sind ein rein optisches Merkmal. Der Sound verändert sich an dieser Stelle nicht bzw. dieser läuft weiter. Es wird lediglich für einen kurzen Moment der Abstand zwischen den Rillen erweitert, damit der Hörer auch gezielt einzelne Songs abspielen kann. Da der Sound an der Stelle wie gesagt weiterläuft, sind z.B. trotz Kennrille direkte Übergänge zwischen den Songs möglich.

Daher ist es auch wichtig, dass ihr uns das Master mit den Pausen so anliefert, wie ihr es am Ende haben wollt. Ungefragt würden wir keine Pausen in eurem Master ergänzen.

Umschnitt

Im Idealfall würde dieser 1:1 vorgenommen werden. Da es aber ein analoges Medium ist, kommt dieser Fall selten vor. Anhand der Spiellänge und sonstiger Eigenschaften des Masters müssen in den meisten Fällen Eingriffe vorgenommen werden. Das gestaltet sich in etwa so: Beim Umschnitt wird erst einmal geschaut, wie laut und wie lang euer Master ist. Der Vinylcutter muss dann anhand der Spiellänge entscheiden, wie laut eure Musik auf das Vinyl übertragen werden kann. Es ist z.B. definitiv so, dass Lautstärke viel Platz braucht, daher sind Platten mit langer Spiellänge auch in den allermeisten Fällen leiser in der Wiedergabe. Bei Platten mit allzu langer Spielzeit besteht außerdem die Gefahr, dass durch die leise Wiedergabe das Grundrauschen mit hochgezogen wird.

Was ist noch wichtig?

Beim Umschnitt sind generell aber noch weitere Faktoren zu beachten. Die richtig tiefen Frequenzen beispielsweise werden in den meisten Fällen mono wiedergegeben, da sie sonst zu viel Platz verbrauchen (oft z.B. unter 300 Hz). Allzu laute Höhen könnten unter Umständen bewirken, dass die Nadel nicht mehr der Rille folgen kann und es dadurch zu Verzerrungen kommen könnte. Die hohen Frequenzen schwingen schneller, und genau so sieht es dann auch unterm Mikroskop in der Rille aus: Die Rille hat vertikale Ausschläge, die so nicht wiedergegeben werden können. Das will man natürlich nicht, daher achtet der Vinylcutter beim Umschnitt auch auf diese und noch weitere Faktoren. Generell könnt ihr euch merken: Die richtig tiefen Frequenzen werden mono wiedergegeben, die richtig hohen werden abgesenkt. Das wäre ein standardmäßiges Vorgehen für einen Vinylumschnitt, da wir somit weitere Probleme wie Verzerrungen in der Wiedergabe oder springende Nadeln verhindern.

Was machen wir?

Wir verwenden standardmäßig sogenannte DMM-Umschnitte, anstatt der herkömmlichen Lackfolienumschnitte. DMM steht für Direct Metal Mastering und wurde in den 1980er-Jahren von der Firma TELDEC entwickelt. Es ist somit das neuere der beiden Verfahren. Bei DMM sind die entscheidenden Vorteile, dass generell lauter geschnitten werden kann und dass es auch zu weniger Störgeräuschen kommt.
Hierdurch können z.B. Schallplatten mit längerer Spiellänge adäquater abgebildet werden. Dies liegt zum einen am Verfahren selbst: Hier wird direkt in eine mit Kupfer beschichtete Edelstahlplatte geschnitten. Dadurch wird auch einer der Schritte in der Galvanik hinfällig (dazu weiter unten mehr), was wiederum eine Reduzierung der Fehlerquellen für erhöhtes Grundrauschen und Knacken zur Folge hat. Aber auch hier gilt: Dennoch bestimmt die Spiellänge die Lautstärke. Allzu laut wird eine Schallplatte mit 24 Minuten Spiellänge pro Seiten auch mit einem DMM-Umschnitt nicht werden. Übrigens: Solltet ihr dennoch einen Lackfolienumschnitt für eure Produktion bevorzugen, ist das natürlich kein Problem! Auch diesen bekommt ihr bei uns.
Hierdurch können z.B. Schallplatten mit längerer Spiellänge adäquater abgebildet werden. Dies liegt zum einen am Verfahren selbst: Hier wird direkt in eine mit Kupfer beschichtete Edelstahlplatte geschnitten. Dadurch wird auch einer der Schritte in der Galvanik hinfällig (dazu weiter unten mehr), was wiederum eine Reduzierung der Fehlerquellen für erhöhtes Grundrauschen und Knacken zur Folge hat. Aber auch hier gilt: Dennoch bestimmt die Spiellänge die Lautstärke. Allzu laut wird eine Schallplatte mit 24 Minuten Spiellänge pro Seiten auch mit einem DMM-Umschnitt nicht werden. Übrigens: Solltet ihr dennoch einen Lackfolienumschnitt für eure Produktion bevorzugen, ist das natürlich kein Problem! Auch diesen bekommt ihr bei uns.

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Galvanik

In dem darauffolgenden galvanischen Prozess wird eine umgekehrte Form der ursprünglichen Masterplatte aus dem Schnittstudio erstellt. Hierzu muss die Masterplatte eines Lackfolienumschnitts elektrisch leitend gemacht werden, sie wird deshalb mit einer dünnen Metallschicht versehen. Dieser Schritt entfällt beim DMM. Danach lässt man Strom durch das Galvanikbad fließen (das sogenannte Electroplating), dadurch setzt sich metallisches Nickel auf der Masterplatte ab. Dabei entsteht eine zweite Scheibe, der sogenannte Stamper. Dieser muss dann noch von der Masterplatte gelöst werden. Der Stamper hat nicht die Rillen wie die Masterplatte oder auch die spätere Schallplatte, sondern stellt das Gegenstück mit den Erhebungen dar.


Diese Stamper, jeweils einer für die A-Seite und B-Seite, werden dann in die Presse gespannt, um eure Testpressungen zu machen, welche wir euch dann zuschicken. Diese müsst ihr abhören und bei dieser Prüfung solltet ihr darauf achten, ob die Reihenfolge der Songs korrekt ist, dass die Seitenaufteilung stimmt und ob es Probleme bei der Wiedergabe (bezüglich Rauschen und Knacken) gibt.
Nach eurer Freigabe werden dann die fertigen Platten produziert, aktuell ist das bei uns nach weiteren 7-8 Wochen.


Diese Stamper, jeweils einer für die A-Seite und B-Seite, werden dann in die Presse gespannt, um eure Testpressungen zu machen, welche wir euch dann zuschicken. Diese müsst ihr abhören und bei dieser Prüfung solltet ihr darauf achten, ob die Reihenfolge der Songs korrekt ist, dass die Seitenaufteilung stimmt und ob es Probleme bei der Wiedergabe (bezüglich Rauschen und Knacken) gibt.
Nach eurer Freigabe werden dann die fertigen Platten produziert, aktuell ist das bei uns nach weiteren 7-8 Wochen.

Pressen

Das Vinyl (die eigentliche Bezeichnung wäre korrekterweise Polyvinylchlorid, oder kurz PVC) liegt als Granulat vor. Dieses Granulat wird erhitzt, durchmischt und dann zu einem Vinylkuchen geformt. Der heiße Kuchen kommt dann in die Presse, zwischen den beiden sogenannten Stampern wird dann daraus die Schallplatte gepresst. Beim Pressvorgang werden somit die Rillen erzeugt. Danach muss noch der überstehende Rand abgeschnitten werden. Zwingend erforderlich ist weiterhin, dass das Vinyl noch auskühlt. Ansonsten würden die Schallplatten sich auch verziehen, teils so stark, dass die Nadel springen könnte.

Die klassische Vinylfarbe ist schwarz. Wir bieten euch aber auch andere Farben an. Ihr könnt dazu gerne den Farbkatalog bei uns anfordern. Das normale Gewicht bei einer 12″-Schallplatte ist 140g, aber wenn ihr eine 180g Schallplatte wollt, bekommt ihr diese natürlich auch bei uns. Ihr findet diese Optionen fast alle in unserem Produktkonfigurator. Aber es ist einiges möglich! Wenn ihr auf der Seite nicht findet, was ihr wollt, könnt ihr uns gerne direkt ansprechen!

Verpackung

Die klassische Verpackung für eine Langspielplatte ist die LP-Kastentasche mit 3mm Rücken. Aber auch hier gibt es, wie bei der CD, natürlich die Möglichkeit bestimmter Veredlungen (z.B. Mattlack, Glanzlack, Inside-out-Bedruckung auf die raue Seite des Kartons). Oder aber ihr plant eine Doppel-Vinyl und wollt dazu ein Klappcover oder ein Cover mit breiterem Rücken für 2 LPs. Bei dem 7″-Format verhält es sich natürlich ähnlich. Auch hier gibt es unterschiedliche Verpackungsarten. Solltet ihr Fragen hierzu haben, könnt ihr uns natürlich jederzeit kontaktieren!

Weitere Fakten

Bei der Wiedergabe einer Schallplatte werden die Rillen in ein elektrisches Signal übersetzt, bis am Ende der Sound durch die Boxen deiner Stereoanlage wiedergegeben wird. Das ist also gewissermaßen der umgekehrte Weg wie beim Umschnitt, bei dem durch ein elektrisches Signal die Rillen erzeugt werden. Wir wollen euch an der Stelle noch auf Folgendes hinweisen: bitte achtet darauf, dass eure Nadel noch in gutem Zustand ist, hierdurch lassen sich oft Fehlerquellen ausschließen. Und euren Plattenspieler solltet ihr auch richtig eingestellt haben. Ein klassischer Fehler ist oft, dass euer Gewicht auf dem Tonarm zu schwach ist, was in einem erhöhten Rauschen und Springen der Nadel resultieren kann. Dies ist beim Gegenhören der Testpressung besonders wichtig.

Bitte denkt auch daran, dass ihr eure Schallplatte bei der GEMA melden müsst. Hierbei ist es egal, ob das Material GEMA-pflichtig ist oder nicht. Eine Meldung muss in jedem Fall erfolgen.

Und hier könnt ihr euch noch ein Video über den Herstellungsprozess einer Schallplatte (allerdings mit einem Lackfolienumschnitt) anschauen:

 

 

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