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Vinyl FAQs

Fragen zur Herstellung

In der Regel 10-14 Wochen

Der Fertigungsprozess einer Vinyl-Platte ist bis heute von vielen Arbeitsschritten per Hand geprägt. Die Dauer des Pressvorgangs einer einzelnen Schallplatte beispielsweise liegt bei ca. 35 Sek. (zehnmal so lange wie bei einer CD).

Auch der derzeitige Vinyl-Boom ist mitverantwortlich für die langen Fertigungszeiten. Die Schallplatte ist heiß begehrt und die Produktionsstätten laufen auf Hochtouren. 

Mit rpm/UpM (engl. revolutions per minute – deutsch „Umdrehungen pro Minute“ (UpM)), wird die Abspielgeschwindigkeit der Platte angegeben.

Grundsätzlich gilt – je mehr rpm/UpM, desto weniger passt auf die Platte! Folgende Spielzeiten sind möglich:

  • 7 inch 33 rpm: max. 6,5 Minuten
  • 7 inch 45 rpm: max. 4,5 Minuten

  • 12 inch 33 rpm: max. 24 Minuten
  • 12 inch 45 rpm: max. 11 Minuten

Neben dem klaren Gewichtsunterschied liegt ein weiterer Unterschied in der sich daraus ergebenden Festigkeit. Die 180 g Variante (auch HEAVY-Vinyl genannt) ist deutlich dicker und dadurch nicht so leicht biegbar wie die standard 140 g Vinyl.

Der 180 g Vinyl wird unter anderem auch ein besserer, klarerer Sound zugesprochen. Dieser kann aus technischer Sicht jedoch nicht bestätigt werden und ist demnach rein subjektiver Natur. Überzeugen Sie sich am besten selbst!

zum Vinyl-Konfigurator

Die Testpressung ist eine Vorabpressung Ihrer schlussendlichen Vinyl-Schallplatte, welche Ihnen zur Freigabe vor der Vervielfältigung zugesandt wird.
Sie ist kein absolutes „Muss“, wird von uns allerdings dringend empfohlen. 

Warum ist eine Testpressung so wichtig?

Vor dem Überspielen der digitalen Audiofiles (bevorzugt WAV-Daten) müssen diese für das analoge Medium Vinyl angepasst werden. Hier sind durchaus auch Änderungen im Klangbild möglich. Dazu kommt, dass die Schneidemaschinen der Vinyl-Platten ebenfalls Abweichungen untereinander aufweisen. Diese Toleranzen können durch eine Testpressung herausgefiltert und angepasst werden.

Begleitet von vielen Arbeitsschritten per Hand!

Die Vinyl-Pressung erfolgt in 3 unterschiedlichen Arbeitsschritten, welche alle ein sehr hohes Maß an Genauigkeit und handwerklichem Geschick voraussetzen.

  1. Vorbereitung der Audiodaten für die Matrizenherstellung (Balancing)
    Das Balancing wird vorzugsweise vom Presswerk selbst vorgenommen. Die Information von Höhen und Tiefen der Musiktitel werden bei einer Schallplatte durch die Einpresstiefe der jeweiligen Spurrille an die Nadel des Plattenspielers weitergeben. Um Abspielfehler wie etwa einen Sprung wegen zu flacher Einpresstiefen der Rillen zu vermeiden, müssen diese präzise auf ein Minimum/Maximum (abhängig vom jeweiligen Track) angepasst werden, ohne den Sound dadurch deutlich zu beeinflussen. Gerade wegen dieser Anpassungen sind Testpressungen bei Vinyl-Platten dringend zu empfehlen!

  2. Erstellen des „Masters“ (auch „Cutting“ genannt)
    Beim Cutting werden die zuvor für das Medium vorbereiteten digitalen Audiofiles auf eine analoge Vorlage für den späteren Pressvorgang übertragen.
    In das Pressmuster (auch „Matrize“ genannt) werden Informationen als Negativabzug der späteren Rillen der Schallplatte eingraviert. Die Matrize aus Kupferfolie wird anschließend galvanisiert. Dieses Verfahren ist gegenüber dem alternativen Lackschnitt zur Herstellung von Pressmatrizen nicht nur schneller zu realisieren, sondern durch den Verzicht zusätzlicher mechanischer Kopierprozesse auch qualitativ deutlich hochwertiger. HOFA verwendet ausschließlich das qualitativ hochwertigere Verfahren der Kupferfolie! (DMM-Verfahren – „Direct Metal Mastering“).

    Für jede Seite der Schallplatte (Seite A & B) ist eine eigene Matrize notwendig.

  3. Die Pressung der Vinyl-Platte
    Die fertigen Press-Matrizen der beiden Seiten (A & B) werden oben und unten in eine Pressmaschine eingespannt. Zwischen die Matrizen wird ein Stück Kunststoff-Masse eingelegt (140-180 g, je nach Vorgabe der Vinyl). Die späteren Etiketten der Vinyl werden im gleichen Arbeitsschritt zusammen mit der Masse (oben wie unten) eingelegt. 
    Bei einer Temperatur von ca. 150° und unter hohem Druck wird die Kunststoff-Masse zur fertigen Schallplatte gepresst. Die überstehenden Kunststoffreste zum Rand werden im gleichen Zuge sauber abgetrennt. Durch die hohe Temperatur, den Druck und die anschließende Kühlphase & Erhärtung des Kunststoffs werden die Etiketten auch ohne zusätzliche Klebeschicht fest mit der Platte verbunden.

    Schritt 3 der Produktion bezieht sich auf jeweils 1 Schallplatte und dauert mit einer Durchlaufzeit von ca. 35 Sek./Stück bis zur Fertigstellung ca. zehnmal länger als bei einer CD-Pressung.

Ja, wir bieten die Vinyl-Platte auch in unterschiedlichen Farben und Marmorierungen an.

Mögliche Farben der Vinyl (jeweils mit/ohne Marmorierung erhältlich):


schwarz

weiß

blau

rot

grün

gelb

violett

gold

marmoriert

 

 

Bitte beachten Sie:
Farbiges Vinyl ist gegenüber der klassisch schwarzen Platte in der Abspielqualität durch den Zusatz der Farbstoffe leicht eingeschränkt.
Es können zudem häufiger Probleme beim Abspielen auftreten.

Fragen zur Datenanlieferung

Vor allem ein Mastering für Vinyl ist dafür bekannt, dass auf Besonderheiten geachtet werden sollte, welche durch das Medium bedingt sind. Dabei ist festzuhalten, dass vor allem der Cutter und das Presswerk für die eigentliche Umsetzung auf Vinyl zuständig sind und nicht der Mastering-Engineer. Sie entscheiden über Kriterien wie die Plattengröße, Plattendicke oder Schnittgeschwindigkeit.

Trotzdem möchten wir auf Einzelheiten eingehen, welche einen positiven Effekt zur Folge haben können:

Laute tieffrequente Signale und starke Panoramapositionierungen bzw. negative Korrelationen können die Nadel aus der Führung springen lassen und sie im Extremfall sogar beschädigen. Unter anderem hat sich aus diesem Grund auch der Ansatz bewährt, Elemente mit hohen Signalanteilen im Bassbereich in der Mitte der Mischung zu platzieren. Um auf Nummer sicher zu gehen, halten Sie Frequenzen bis etwa 200 Hz möglichst in MONO.

Während das Mastering für CD eine eindeutige Aussage über die Funktionalität beim Abspielvorgang zulässt, verhält es sich bei Vinyl etwas anders. Trotz der Berücksichtigung genannter Kriterien wird sich das tatsächliche Resultat im Detail eben erst beim Abspielvorgang zeigen. Hierbei ist nicht auszuschließen, dass sich nachträgliche Korrekturwünsche ergeben, die mit dem Sound, der Trackreihenfolge etc. zusammenhängen können.
Aus diesem Grund ist eine Testpressung generell zu empfehlen.

 

Sie möchten mehr zum Thema Vinyl-Mastering erfahren?
Die genannten Infos stammen aus dem Tontechnik-Fernkurs von HOFA-College


Weitere Infos zu HOFA VINTAGE

Als DDP-Image oder WAV-Datei.

Dabei gibt es kein festgelegtes Format – Bittiefe und Samplerate können nach Belieben gewählt werden, sollten generell allerdings möglich hoch sein. Üblich sind 24 Bit und 44,1 kHz.

Wir empfehlen – das HOFA Bundle für alle Premastering-Aufgaben: 
Professionelles Editieren und Brennen von Red Book Audio-CDs sowie das Erstellen, Abspielen und Weitergeben von DDP-Images. Mit speziellen Markern definierst du, welche Tracks auf welcher Seite der Schallplatte(n) landen sollen. Dabei wird immer automatisch die eingestellte Maximal-Länge der Vinyl überprüft.


Weitere Infos zum HOFA CD-Burn.DDP.Master

Wissenswertes zur Vinyl

Durch den Cutter (mechanisch), aber auch die Wiedergabe auf Vinyl entsteht ein mechanisch bedingtes Rauschen, welches im Verhältnis bei einer lauteren
Wiedergabe weniger ins Gewicht fällt.
Da mit zusätzlichem Pegel mehr Platz auf der Vinyl benötigt wird, erscheinen teilweise Vinyl mit lediglich einem Track pro Seite. Dies ist außerdem oft bei basslastiger Musik der Fall, da für laute tiefe Frequenzen zusätzlicher Platz der Rille benötigt wird, um die gewünschte Lautheit zu ermöglichen.

Die Qualität der Vinyl ist aus physikalischen Gründen außen auf der Platte höher als weiter innen.
Dies liegt daran, dass die Nadel pro Umdrehung außen einen längeren Weg zurücklegt. Dadurch ist eine genauere Abtastung möglich. Dies macht sich durch eine bessere/lautere Wiedergabe der Höhen bemerkbar. Aus diesem Grund sollten die besten Tracks außen liegen. Denkbar ist außerdem, dass Tracks mit etwas zu lauten Höhen absichtlich eher innen liegen.

Fälschlicherweise wird oft angenommen, dass das Maß an Kompression und Lautheit des Masterings auch für die Lautstärke der Vinyl verantwortlich ist.
Dem ist aber nicht so: Die Lautstärke wird durch den Schneidevorgang festgelegt, wobei eine höhere Lautheit sich dennoch klanglich bemerkbar macht und einen höheren Stör- zu Nutzsignal-Abstand umfasst. Ein zu hohes Maß an Kompression bzw. Lautheit kann für die Pressung sogar ein Problem darstellen, da eine hohe Genauigkeit der Abtastung der Nadel erforderlich ist. Während der Schneidekopf oftmals noch eine solide Arbeit leistet, gilt dies für die Nadel bei der Wiedergabe weniger. Sollte diese an ihr technischen Grenzen kommen, können Verzerrungen entstehen.

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